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Kuss:
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Er fühlte ein sanftes
Kitzeln, als die fremde Zunge seine Oberlippe sinnlich streichelte. Diese
Zunge war rau. Doch es war nicht unangehm kratzig, es war weich. Wie Federn,
die seinen Mund umspielten. Warmer, fremder Atem verband sich mit seinem
und stieg für einen kurzen Augenblick wie Dampf in die dunkle, kalte
Nacht. Doch ihm war warm. Warm ums Herz. Er hätte sich liebendgerne
die Kleider vom Leib gerissen, um noch mehr zu fühlen. Dieser Kuss
durchflutete seinen Körper. Er konnte es überall fühlen.
Seine Nackenhaare tanzten zu einer stummen Melodie. Seine Beine wurden
weich. Es war, wie das erste Mal. Er hatte Furcht, seine eigene Zunge an
diesem Spiel teilnehmen zu lassen, und gleichzeitig dieses unsterbliche
Verlangen danach. Nur diesen Augenblick nicht zerstören dachte er.
Und so stand er da in der Dunkelheit - es war wie eine Ewigkeit. Und er
dachte irgendwo weit entfernt in seinem Geiste, dass es doch bitte eine
Ewigkeit sei, eine dunkle Ewigkeit...
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